Hund Crockett – Rohfütterer beim Tierarzt


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Crockett, damals knapp ein Jahr, reagierte mit Durchfall.

Wäre es nur dünnflüssiger, übelriechender Output gewesen, wäre ich nicht zum Tierarzt gegangen (ich hätte ihn fasten lassen und ne‘ morsche Karottensuppe

gekocht und ihn langsam mit Hühnchen wieder „hoch“ gefüttert), da sich aber Blut im Stuhl befand habe ich den Weg „vorsichtshalber“ auf mich genommen und bin

zum Tierarzt.

Beim TA angekommen (und nein, ich diskutiere nicht mit dem TA über die Rohfütterung meines Hundes), untersuchte dieser mein Tier und stellte zuerst einmal eine

Vergrößerung der Prostata fest („oh, da würde ich über eine Kastration nachdenken, das Tier hat Stress!“) dann wollte er mir Giardien- und Würmer einreden und

ein Mittelchen verkaufen.

Die vergrößerte Prostata ignorierte ich verbal, erklärte auch nicht, dass Crockett ein sehr unsicherer Hund ist, der gerne mit seinen Hormonen noch etwas älter und

gesetzter werden darf (zudem wurde dies bei dem Hund vor Crockett ebenfalls diagnostiziert, obwohl es ein bösartiger Nierentumor war).

Das Wurmmittel schlug ich aus und bestand auf das Testen des Kots (bevor er die Chemiekeule bekommen sollte) und merkte bereits in der weiteren Untersuchung,

dass der TA nicht sehr zufrieden mit mir als Kunde war.

Nachdem der TA das Fell, die Zähne und sein gesamtes Erscheinungsbild lobte, riet er mir zu Schonkost.

Hühnchen und (ganz wichtig!) Reis sollte ich kochen und falls ich keine Zeit zum kochen hätte, könnten er mir auch ein paar gute Dosen mitgeben. Diese schlug ich

aus, bezahlte 50 Euro (inclusive den Test des Kots), bekam mein Döschen zum 3-tägigen sammeln und verließ die Praxis.

Drei Tage später stellte der Arzt dann fest, dass der Hund keine Giardien oder Würmer hatte. Vermutlich war es ein Infekt der mit der zwei Tage fasten und der

Suppe nach etwas über einer halben Woche besser wurde .

Gelernt habe ich daraus, dass man ruhigen Gewissen seinem Bauchgefühl trauen kann. Das spart in der Regel Geld und Nerven. Sicher gibt es Sachen, die

tierärztlich abgeklärt werden sollten, aber dann bitte von einem kompetenten Vertreter.

Wir machen seitdem einen Bogen um den TA und besuchen lieber seine nette Kollegin, die mit etwas mehr Sachverstand ausgestattet ist … und diese konnte auch

noch keine vergrößerte Prostata fühlen!

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Nachdem ich den Artikel über TA-Besuch und Rohfütterung gelesen habe, kann ich auch eine „nette“ Geschichte erzählen.
Wir haben seit einigen Wochen einen Kater, als er zu uns kam war er wohl ca 8 Monate alt. Aus dem Tierschutz, Fundtier, wurde mehr oder weniger wieder hergestellt, da beim Fund total verschnupft und abgemagert.
Ca 4 Wochen nachdem er bei uns ankam erlitt er einen epileptischen Anfall. Natürlich waren wir erstmal
verwirrt und hatten Angst, auch wurde sein Schnupfen wieder schlimmer. also ab zum TA.
Der gab uns Schleimlöser und einen neuen Termin zur Blutabnahme. Nachdem er an diesem Morgen seinen zweiten Anfall hatte wollte man ihn nicht weiter stressen.
Blut wurde eine Woche später abgenommen, festgestellt wurden erhöhte Entzündungs- und Nierenwerte. es wurde eine Antibiotikagabe vereinbart und eine Kontrolle nach zwei Wochen. Die Kontrolle ergab das die Werte am sinken waren!
ABER dann kam die große Frage, was füttern sie. Ich (dumm wie ich bin) sag natürlich die Wahrheit (barf) und dann ging es los. Also an sich wäre Nierendiätmittel natürlich das Beste, aber theoretisch könne man das auch „natürlich“. was ich denn fütter. Ich antwortete wahrheitsgemäß mit überwiegend Geflügel, dafür alles auch gewolfte ganze Tiere, Innereien, Fisch usw usw. alles bio
ALSO Geflügel sei schon mal ganz schlecht. ist schließlich MRSA und Salmonellenträger und sowieso bei einem NIERENKRANKEN Kater (Werte sind min. über Norm) sei rotes Muskelfleisch das beste und Innereien sowieso garnix, also soll ich ihn 6 WOCHEN ausschließlich mit rotem Muskelfleisch füttern und dann machen wir nochmal eine Blutkontrolle!

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Ich bin fast von meinem (nicht vorhandenen) Glauben abgefallen, habe mit meiner barferfahrenen Freundin unterhalten und diese hat mein schlechtes Gefühl bestätigt. Diese Art des Fütterns würde ihn erst Recht krank machen.
Mein Gefühl war sowieso schon komisch, schließlich habe ich ihn ja von Anfang an gebarft und seine Werte sind gesunken, das wären sie ja nicht wenn es falsch gewesen wäre!?!
Naja das ist meine Erfahrung. ich werde in diese Praxis wahrscheinlich nicht mehr gehen.

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